Behandlung

Komplementär­medizinische Naturheilverfahren

Unser Ansatz mit dem Einsatz von Naturheilverfahren versteht sich als komplementär und damit integrativ. Die bei uns eingesetzten Naturheilverfahren sind in der Veramed Klinik ein wesentlicher zusätzlicher Baustein in den heute komplexen Therapien aus Operation, Strahlentherapie, Chemotherapie, Antikörper- und Immuntherapien. Die Naturheilkunde ersetzten keinesfalls die Tumortherapie, ergänzt sie vielmehr und führt zu einer deutlich besseren Verträglichkeit und damit mehr Lebensqualität.

Hierbei wird das Immunsystem gestärkt, Körper und Seele erfahren eine Kräftigung, Prozesse der Selbstheilung werden angestoßen. Folgende Verfahren werden in der Veramed Klinik angewendet:

Naturheilverfahren

Die begleitende medizinische Akupunktur kann therapiebegleitend Schmerzen und Nebenwirkungen lindern und so das allgemeine Wohlbefinden fördern. Für diese unterstützende Behandlung werden fein abgestimmte Nadelreize eingesetzt, die in der integrativen Onkologie seit vielen Jahren erfolgreich zur Symptomlinderung beitragen.

Die Aromatherapie ist ein sehr altes unterstützendes Heilverfahren, in dem ätherische Öle mit typischen, angenehmen Gerüchen eingesetzt werden. Sie konzentrieren sich auf Düfte wie Wildrosen, Mandelöl, Lavendel, Salbei oder auch Vanille.

Genießen Sie diese Wohltat für die Nase und lassen Sie sich durch diese Erfahrung ganz bewusst und entspannt zu alten Erinnerungen in Verbindung mit dem aktuellen Genuss in ein Wohlgefühl im Hier und Jetzt führen.   

Über das sogenannte limbische System, über das wir Gerüche wahrnehmen, und das ein sehr gutes Gedächtnis hat, werden positive Erfahrungen aus der Vergangenheit abgerufen und stabilisieren so die aktuelle Verarbeitung der Erlebnisse unter der Tumortherapie. Die Aromatherapie hilft, sich auf sich selbst und die positiven Momente und Aspekte der Gegenwart zu konzentrieren und ist so ein wichtiger Baustein in dem wichtigen Konzept der Selbstachtsamkeit. Ein Baustein, der für Ihren inneren Arzt von Bedeutung ist und von unseren Psychologen begleitet und verstärkt wird.

Bei der Neuraltherapie werden mit Hilfe eines lokalen Betäubungsmittels chronische Reizprozesse durch kurzzeitige Unterbrechung des Reizleitungssystems behandelt. So können Schmerzen gelindert, aber auch Entzündungen und Schwellungen positiv beeinflusst werden. Störfelder, wie sie durch Narben nach Operationen entstehen können, führen zu Fehlinformationen im Körper. Diese können durch die Neuraltherapie unterbrochen und langfristig ausgeschaltet werden.

Die Magnetfeldtherapie wird bereits bei Hippokrates (4. Jh. vor Christus) erwähnt, damals kamen magnetische Steine zum Einsatz. Bei der modernen Magnetfeldtherapie werden elektrisch erzeugte Magnetfelder durch den Körper geleitet, um Heilungsprozesse anzuregen und zu fördern. Die Patientinnen und Patienten spüren eine geringe, wohlige Wärme, bisweilen auch ein angenehmes, leichtes Kribbeln. Die Magnetfeldtherapie kann auch bei Missempfindungen der Finger und Füße nach Chemotherapie eingesetzt werden.

Die begleitende Misteltherapie kann die Nebenwirkungen einer Tumortherapie lindern und so die Lebensqualität verbessern. Für diese unterstützende Therapie sind Mistelextrakte ein zugelassenes Medikament, hier werden sie seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt. Zur Therapie gegen den Tumor ist sie unwirksam und wird in der Veramed Klinik so nicht eingesetzt.

Die Mind Body Medizin verbindet in ihrem Konzept Geist und Körper. Im letzten Jh. wurde sie aus der Stressmedizin entwickelt, angestrebt wird hier ein Gleichgewicht von Spannung und Entspannung mit dem Ziel einer positiven Selbstregulation. Zentrale Themen sind Selbstachtsamkeit, Selbstregulation und Salutogenese, und auch hier die integrative Kombination aus Schulmedizin und Naturheilkunde.

In dem ganzheitlichen Konzept der Veramed Klinik ergibt sich dieser gesundheits­fördernde Ansatz aus den Komponenten der Selbstachtsamkeit und der gestützten Selbstgestaltung des Lebensstils. Bei uns fühlen Sie sich in Ihrem Selbstvertrauen und Ihrer inneren Kraft gestärkt, vom Team unterstützt und in ihm geborgen.

Was ist Salutogenese?

Wir stellen Ihnen Ihren inneren Arzt zur Seite

Niemand ist je ganz gesund und auch nie ganz krank. In diesem Konzept stehen sich Salutogenese als Gesundheit und Pathogenese als Krankheit wie auf einer Skala gegenüber. So steckt in jeder Krankheit auch noch ein Stück Gesundheit, und diese Gesundheit gilt es zu erkennen und zu fördern. Dies gelingt mit den Kräften, die in uns ruhen, und die wir systematisch fördern und stärken können, unseren Selbstheilungskräften.

Diese Selbstheilungskräfte sind unser innerer Arzt, unser innerster Vertrauter, der alle unsere inneren Kräfte verbindet und uns beisteht, auch in schwierigen Situationen stark zu bleiben. Er hilft uns, dass wir unserem Körpergefühl wieder vertrauen können. und aus uns selbst heraus wieder stärker werden. Lebensmut und Lebensglück können so wieder ihren angestammten Platz in unserem Leben finden.

Ihre eigenen Ressourcen sind viel größer, als Sie es anfangs zu spüren vermögen. Wir unterstützen Sie durch erlernte Selbstachtsamkeit und konsequent unterstützte Selbstfürsorge. Wir geben Ihnen zahlreiche Methoden an die Hand, um die in Ihnen ruhenden Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Und wir geben Ihnen hierzu auch die nötige Zeit, jeden Tag bei stärkenden und entspannenden Therapien. So stellen wir Ihnen Ihren inneren Arzt zur Seite. 

Kontaktformular

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Freitags:
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Veramad Klinik am Wendelstein KG

Mühlenstraße 60
83098 Brannenburg

Was ist das Fatique Syndrom?

Eine Tumordiagnose verändert das Leben grundlegend. Und meist schon vor Beginn der Therapie stellt sich eine vorher nicht gekannte Müdigkeit ein, Kraft und Antrieb fehlen, schon der Alltag ist plötzlich ein Problem. Die Tage werden von Mutlosigkeit und Traurigkeit überschattet. Diese Erschöpfung steht oft nicht in einem direkten Zusammenhang mit einer vorange­gangenen Anstrengung oder Belastung. Und der Wunsch, sich auszuruhen, ist übergroß.

Aber das Ausruhen führt nicht zu der gewünschten Erholung, die Erschöpfung bleibt. Wenn Sie das für sich so oder ähnlich erleben, leiden auch Sie unter einem sogenannten Fatigue-Syndrom.

Das Fatigue-Syndrom, aus dem Lateinischen (fatigatio: die Ermüdung) ist in seiner Entstehung nicht vollständig geklärt. Letztlich ist es ein Zusammenspiel von „falschen“ Botenstoffen, die fast alle Tumoren entsenden, und den Nebenwirkungen der Tumortherapie und der psychischen und seelischen Belastung. So leiden fast alle Tumorpatienten unter einem schwächer oder stärker ausgeprägtem Fatigue-Syndrom.  

Ausdauer- und Koordinationstraining ist neben der psychoonkologischen Betreuung mit die wichtigste Säule in der Therapie des Fatigue-Syndroms. So werden der negativen Effekt des Tumors auf Körper und Seele und die Verträglichkeit von Chemotherapie durch Bewegungstherapie deutlich verbessert. Sie erhalten deshalb von Anfang an ein umfangreiches sport- und bewegungstherapeutisches Therapieangebot.