logo caritas

Wenn ein Mensch erkrankt ist, kommt eine Linderung oder Heilung erst dann zustande, wenn der Patient ganzheitlich unter Einbeziehung von Selbstheilungskräften behandelt wird.

Krebskranke gelten während der Corona-Pandemie als Hochrisikopatienten. Die Wahrscheinlichkeit eines schweren Krankheitsverlaufs ist bei gleichzeitigem Befall mit Covid-19 höher. Die Krebspatienten sorgen sich um die Infektionsgefahr und das Besuchsverbot in den Kliniken. Wir sprechen mit Dr. Martin Müller-Stahl, Chefarzt der Krebsfachklinik Veramed in Brannenburg.

Welchen Krebs hast du Ceyda?

Meine Diagnose lautet Adeno-Ca des Magenantrums, Peritonelakarzinose. Kurz gesagt also Magenkrebs.

Wie merkt man, dass man Magenkrebs hat? Wie hast du davon erfahren?

Ich hatte über einen Zeitraum von zwei Jahren immer wieder Beschwerden beim Essen und ein unangenehmes Völlegefühl. Im Februar 2019 habe ich einen Gastroenterologen aufgesucht. Hier wurden eine Oberbauchsonographie und ein Blutbild durchgeführt.

Ältere Menschen und Vorerkrankte haben momentan besonders viele Ängste. Wir sprechen mit unserem Chefarzt Dr. Martin Müller-Stahl über Corona und Krebs. 

Sollte man eine Krebstherapie im Moment besser verschieben?

„Schulmedizin PLUS“ – so lässt sich das Behandlungskonzept der Krebsklinik in Brannenburg gut beschreiben. Seit 1985 wird hier leitliniengerechte sogenannte Schulmedizin wie z. B. die Chemotherapie mit anerkannten Verfahren aus der Naturheilkunde kombiniert.

Komplementär-Medizin für die Seele

Die Diagnose Krebs ist immer ein Schock und eine existentielle Bedrohung für Körper, Geist und Seele. Vielfach wird leider zu wenig berücksichtigt, wie stark auch die Seele leidet.

Ariela, wann hast du deine Krebsdiagnose erhalten?

„Das war am 1. April 2019 – und es war kein Aprilscherz. Ich habe Brustkrebs und bin eine Her2/neu3+-Patientin. Das bedeutet, die Tumorart ist aggressiv und dafür bekannt, gerne auch wieder zurück zu kommen.“

Wie fühlte sich die Diagnose an?

„Ich war anfangs gefasst, denn ich wusste schon vorher, dass etwas nicht stimmt.

Welche Krebserkrankung hast du, Kirian?

„Brustkrebs, ein tripple negativ mit bißchen HER2neu, mit einem Ki67 von 70%, mit Metastasen in den Lymphen, also einen von der nicht so freundlichen Sorte. Er begleitet mich jetzt seit über zwei Jahren.“

Wie hast du davon erfahren?

„Das war in der UKE in Hamburg nach einer Biopsie.

Der Geist einer neuen Hoffnung ist aus der Flasche: Methadon. Doch hilft Methadon wirklich bei Krebs? Fakt ist, dass es bis heute keine ausreichende wissenschaftliche Datenlage gibt, die den Nutzen einer Einnahme belegt.

Der Medien-Hype um D-L-Methadon

Das Thema D-L-Methadon und Krebs wurde seitens der bundesdeutschen Medien in einer in diesem Umfang niemals dagewesenen Art und Weise aufbereitet. Die Art und Weise der getätigten medizinischen Behauptungen und Gegendarstellungen musste bei den Zuschauern der Talkshows den Eindruck erwecken, dass Erkenntnisse unterdrückt oder schlimmer noch, den Krebskranken wirksame Medikamente vorenthalten werden.

Das sogenannte „ScalpCooling“ reduziert den chemotherapiebedingten Haarausfall bei Krebspatientinnen signifikant. Das ist durch zahlreiche Studien und auch unsere eigenen Erfahrungen in der Anwendung deutlich belegt. Die Kältekappen werden meist relativ gut toleriert und erweisen sich jeweils in über der Hälfte der Fälle als effektiv.

Ergänzend zu den gängigen Brustkrebsuntersuchungen spielen heute nicht selten auch Multigentestungen eine bedeutende Rolle. Diese ermöglichen im Fall von frühen bzw. niedrigen Krebsstadien eine vergleichsweise exakte Vorhersagen zu den faktisch bestehenden Risiken aber auch konkrete Vorgaben zur bestmöglichen Therapiestrategie.

­